Reise durch die Zeiten

BG - Semesterarbeit
Abstract
„Reise durch die Zeiten“ thematisiert das Ablaufen der Zeit und damit auch das Vergehen von gewissen Dingen. Das Bild soll zeigen, dass es dabei nicht um ein komplettes Verschwinden geht, sondern eher um ein Zurückziehen und Wiederkommen. In der oben abgebildeten Hälfte der Sanduhr sind eher „modernere“ Dinge abgebildet, in der unteren solche, die als „veraltet“ bezeichnet werden können. Bekannterweise kann eine Sanduhr umgedreht werden – genauso ist es auch hier: Es ist quasi ein unendliches Gehen und Wiederkommen.
Die Muster aussen sollen daraufhin deuten, dass nicht alles immer geordnet abläuft. Manchmal gibt es abrupte Wechsel, manchmal häufige oder weniger häufige Wiederholungen oder es kann auch völlig zu einem Chaos kommen. Wichtig ist aber, dass es stets weitergeht.
Prozess
Zu Beginn bei der Themenfindung war ich ziemlich aufgeschmissen. Ich hatte keine wirkliche Ausganslage von der ich ausgehen konnte, oder in welcher ich einen tatsächlich guten Start sah. Da ich mich wegwünschte, begann ich also ein Moodboard über das Reisen zu machen. Dieses konnte ich mit sehr vielen Begriffen führen, woraufhin ich mich entschied, in die Richtung des Zeitreisens zu gehen. 
Zum einen hatte ich bei Zeitreisen zwar Vorstellungen, die viel mit Büchern, Fantasie und Filmen zu tun haben. Gleichzeitig fand ich aber auch, dass man unter Zeitreisen schlicht das Vergehen der Zeit sehen kann. Hierbei geht es also mehr um Gegensätzlichkeiten zwischen früher und heute. Dazu habe ich mir einige Punkte herausgesucht, die ich mit damals beziehungsweise jetzt assoziiere. 
Mir wurde bewusst, wie schwierig es sein kann alt und neu zu unterscheiden. Denn meiner Meinung nach haben viele der Sachen, die ich instinktiv als alt eingestuft hätten, heute noch immer ihren Wert, wenn nicht sogar einen grösseren.
Gleichzeitig erschien es mir auch doof, konkrete Gegensätze und Grenzen aufzuzeigen.
An dieser Stelle kommt auch der gesellschaftlicher Kontext ins Spiel. Klar gibt es mit der Zeit immer mehr neue und modernere Sachen. Doch auch immer mehr kommen auch ältere Dinge wieder in den Hype. Es ist nicht so, als wäre jemals etwas abgelaufen. Viel mehr taucht alles irgendwo sicherlich eines Tages wieder auf.
Daher gesehen ist ein Zeitstrahl in diesem Bereich eine nicht sehr realistische Vorstellung. Es geht nicht immer weiter, sondern im Laufe der Zeit kommt vieles wieder, es ist eine Art Schlaufe.
Diese Gedanken entwickelten dann meine Idee. Ich wollte die einzelnen Elemente darstellen aber auch in den eben beschriebenen Zusammenhang bringen, es sollte eine Art Rahmen entstehen. Dieser Rahmen soll aber keine direkte Grenze darstellen, weil wie bereits gesagt nichts ein Ende hat. 
Für meine Arbeit suche ich mir zuerst einen passenden Rahmen wobei ich mich zwischen Uhr und Sanduhr schliesslich für die Sanduhr entschieden habe, da diese etwas schlichter ist.
Um diese zu füllen habe ich eine Vielzahl von Objekten zusammengesucht. Diese habe ich für den Überblick erst einmal mit Bleistift auf Papier gezeichnet. So habe ich auch gleich einschätzen können, welche davon später mit Fineliner umsetzbar wären und auf welche ich lieber verzichte.
Schliesslich habe ich auf einem A3 Papier den Rahmen, also die Sanduhr vorgezeichnet und ohne viel zu studieren die Objekte reingemalt. Ziel war es möglichst ungeordnet eine grosse Menge der Objekte reinzubringen, wobei so wenig wie möglich innerhalb der Sanduhr frei bleiben soll.
Den Rahmen wollte ich wie bereits erwähnt nicht als direkte Grenze darstellen. Deshalb habe ich den Rest des Papiers mit Mustern aufgefüllt. Diese sorgen dafür, dass sich alles etwas ineinander verwirrt, denn so wollte ich auch die einzelnen Objekte im Zusammenhang mit der Zeit beschreiben.
Schliesslich kam es zu diesem Endprodukt:
Fazit
Dafür, dass ich am Anfang sehr überfordert war, da ich meiner Meinung nach fast zu viel „Freiheiten“ hatte, bin ich mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Zum einen konnte ich all meine Gedanken, die mir zum Thema einfielen in eine Zeichnung bringen. Zum anderen hat mir der Prozess der Arbeit auch Spass gemacht. Vor allem beim Malen der Muster aussen habe ich, passend zum Thema, teilweise komplett die Zeit vergessen. Mit einigen Objekten war ich beim Zeichnen selbst nicht wirklich zufrieden, doch diese Details, die mich gestört haben, sind im Gesamtbild kaum noch erkennbar. Auch finde ich, dass es mir gelungen ist, ziemlich viele Dinge in ein Bild zu packen. Jedoch hätte ich lieber etwas zu einem Thema gemacht, mit welchem man eine „richtige“ Message aussenden kann. Es wäre toll gewesen, hätte ich mit meiner Produkt etwas verändern können oder zumindest den Ansatz von einer Veränderung erarbeitet.