Semesterarbeit von Moëna Ruetz
Das glückliche Kind

Abstract
Die Arbeit dreht sich um die Problematik des Rauchens, insbesondere bei Mütter. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft raucht, hat das eine Auswirkung auf die Entwicklung des Kindes und seine zukünftige Gesundheit. Und es kann nichts dagegen machen. Die Mutter trägt allein die Schuld daran, wie das Leben des Kindes aussehen wird, mit all seinen Hürden und Herausforderungen.
Die Arbeit dreht sich um die Problematik des Rauchens, insbesondere bei Mütter. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft raucht, hat das eine Auswirkung auf die Entwicklung des Kindes und seine zukünftige Gesundheit. Und es kann nichts dagegen machen. Die Mutter trägt allein die Schuld daran, wie das Leben des Kindes aussehen wird, mit all seinen Hürden und Herausforderungen.
Prozess
Ich musste mich zwischen zwei Themen entscheiden, entweder etwas mit Musik und der Entwicklung deren schriftlichen Darstellung oder etwas über den Nikotinkonsum. Inspiriert von einem Video, das ich auf den Sozialen Medien gesehen habe, ist meine Wahl schlussendlich auf den Nikotinkonsum gefallen. In dem Video ging es um eine junge Frau im Alter zwischen 20 und 25, deren Mutter den Nikotinkonsum während der Schwangerschaft nicht eingestellt hat. Es war zutiefst erschütternd zu sehen, wie diese unschuldige Tochter jetzt immer noch für etwas leiden muss, wogegen sie nichts tun kann.
Nachdem meine Empörung und mein Interesse an diesem Thema geweckt waren, habe ich ein bisschen recherchiert. Ich wollte wissen, was für Folgen es tatsächlich haben kann, wenn ein Kind im Mutterleib passiv mitraucht und wurde fündig: «Nikotin verringert die Blutzirkulation – es droht die Gefahr einer Minderdurchblutung der Gewebe mit nachfolgenden Wachstums- und Entwicklungsstörungen des Ungeborenen. Die Folge ist ein deutlich geringeres Geburtsgewicht. Im Schnitt sind die Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben, etwa 200 bis 300 Gramm leichter als Kinder nichtrauchender Mütter.» (Koffein, Nikotin, Cannabis: Wie wirken sie aufs ungeborene Kind? - quarks.de) Da ausserdem der Kreislauf des Kindes beschleunigter ist als derjenige der Mutter, bekommt es deutlich mehr der Schadstoffe ab und kann es dazu noch viel schlechter abbauen als die Mutter. Es gibt auch immer mehr Hinweise darauf, dass das Krebsrisiko des Kindes aus diesem Grund erhöht sein könnte. Es ist allerdings nicht nur für das Kind gefährlich: Rauchen während der Schwangerschaft bietet häufiger Komplikationen, wie wenn sich zum Beispiel der Mutterkuchen vorzeitig ablöst. Dies kann zu Blutungen führen, die lebensbedrohlich sowohl für das Kind als auch für die Mutter sind. Eine weitere Komplikation ist das erhöhte Risiko für Früh- und Fehlgeburten.
Ich wollte also eine Darstellung kreieren, die eine Art Appell und Warnung an die Menschheit sein soll. Obwohl bereits alle wissen, dass rauchen ungesund ist, könnte man mit dem Faktor des eigenen Kindes vielleicht etwas mehr erreichen. Ich dachte, vielleicht würde es mehr bewirken, wenn Menschen nicht für sich, sondern für jemand anderes aufhören zu rauchen. Gleichzeitig sollte diese Warnung aber nicht zu offensichtlich sein, folglich also kein Schild mit der Aufschrift «Rauchen ist ungesund, auch für ihr Kind». Ich musste also einen Weg finden, diese Message spannender und tiefgründiger darzustellen.
Mir war bald klar, dass ich meine Arbeit bildnerisch gestalten werde. Ich wusste auch, dass meine Elemente im Bild Rauch, Kind und Blumen sein würden. Ich dachte mir, dass die Blume die beiden anderen Subjekte gut verbinden würden: Eine Blume ist wunderschön, nicht gefährlich und unschuldig, genau wie ein Kind und wenn man nun die Struktur der Blätter einer Rose betrachtet, hat es tatsächlich etwas rauchartiges. Dieses verwobene Muster ohne vorhersehbare Ordnung, bei der Blume genauso faszinierend wie beim Rauch einer Zigarette, der sich in der Luft kräuselt (Abbildung 1).
Ich musste mich zwischen zwei Themen entscheiden, entweder etwas mit Musik und der Entwicklung deren schriftlichen Darstellung oder etwas über den Nikotinkonsum. Inspiriert von einem Video, das ich auf den Sozialen Medien gesehen habe, ist meine Wahl schlussendlich auf den Nikotinkonsum gefallen. In dem Video ging es um eine junge Frau im Alter zwischen 20 und 25, deren Mutter den Nikotinkonsum während der Schwangerschaft nicht eingestellt hat. Es war zutiefst erschütternd zu sehen, wie diese unschuldige Tochter jetzt immer noch für etwas leiden muss, wogegen sie nichts tun kann.
Nachdem meine Empörung und mein Interesse an diesem Thema geweckt waren, habe ich ein bisschen recherchiert. Ich wollte wissen, was für Folgen es tatsächlich haben kann, wenn ein Kind im Mutterleib passiv mitraucht und wurde fündig: «Nikotin verringert die Blutzirkulation – es droht die Gefahr einer Minderdurchblutung der Gewebe mit nachfolgenden Wachstums- und Entwicklungsstörungen des Ungeborenen. Die Folge ist ein deutlich geringeres Geburtsgewicht. Im Schnitt sind die Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben, etwa 200 bis 300 Gramm leichter als Kinder nichtrauchender Mütter.» (Koffein, Nikotin, Cannabis: Wie wirken sie aufs ungeborene Kind? - quarks.de) Da ausserdem der Kreislauf des Kindes beschleunigter ist als derjenige der Mutter, bekommt es deutlich mehr der Schadstoffe ab und kann es dazu noch viel schlechter abbauen als die Mutter. Es gibt auch immer mehr Hinweise darauf, dass das Krebsrisiko des Kindes aus diesem Grund erhöht sein könnte. Es ist allerdings nicht nur für das Kind gefährlich: Rauchen während der Schwangerschaft bietet häufiger Komplikationen, wie wenn sich zum Beispiel der Mutterkuchen vorzeitig ablöst. Dies kann zu Blutungen führen, die lebensbedrohlich sowohl für das Kind als auch für die Mutter sind. Eine weitere Komplikation ist das erhöhte Risiko für Früh- und Fehlgeburten.
Ich wollte also eine Darstellung kreieren, die eine Art Appell und Warnung an die Menschheit sein soll. Obwohl bereits alle wissen, dass rauchen ungesund ist, könnte man mit dem Faktor des eigenen Kindes vielleicht etwas mehr erreichen. Ich dachte, vielleicht würde es mehr bewirken, wenn Menschen nicht für sich, sondern für jemand anderes aufhören zu rauchen. Gleichzeitig sollte diese Warnung aber nicht zu offensichtlich sein, folglich also kein Schild mit der Aufschrift «Rauchen ist ungesund, auch für ihr Kind». Ich musste also einen Weg finden, diese Message spannender und tiefgründiger darzustellen.
Mir war bald klar, dass ich meine Arbeit bildnerisch gestalten werde. Ich wusste auch, dass meine Elemente im Bild Rauch, Kind und Blumen sein würden. Ich dachte mir, dass die Blume die beiden anderen Subjekte gut verbinden würden: Eine Blume ist wunderschön, nicht gefährlich und unschuldig, genau wie ein Kind und wenn man nun die Struktur der Blätter einer Rose betrachtet, hat es tatsächlich etwas rauchartiges. Dieses verwobene Muster ohne vorhersehbare Ordnung, bei der Blume genauso faszinierend wie beim Rauch einer Zigarette, der sich in der Luft kräuselt (Abbildung 1).

Abbildung 1
Beides hat etwas hypnotisierendes und beruhigendes an sich. Ich fing an, Bilder im Internet zu suchen als Inspiration und da hat mir das folgende Bild (Abbildung 2) sehr gefallen.

Abbildung 2
Ich wollte mehrere Bilder davon machen, die mit der Zeit immer dunkler und düsterer wurden, und die Blume sollte auf jedem Bild etwas mehr aus Rauch bestehen. Das würde dann zeigen, wie das Kind die Blume bzw. den Rauch einatmen würde. Aber es schien mir irgendwie zu faul, einfach ein bereits vorhandenes Bild vom Internet zu nehmen, zu kopieren und es einfach ein wenig abzuändern. Das wäre zwar erlaubt gewesen, solange es wirklich verändert wurde, aber es fühlte sich trotzdem nicht richtig an. Ausserdem wäre es schwierig geworden mit der Umsetzung: Hätte ich das Bild mehrere Male kopiert und einfach darauf gezeichnet? Oder hätte ich es mit Photoshop bearbeiten müssen? Das wäre wahrscheinlich die naheliegendste Möglichkeit gewesen, aber ich wusste aus Erfahrung, dass ich sehr Mühe mit dem Bearbeiten von Bildern auf dem Computer habe. Also war das keine Option.
Mit dieser neuen Erkenntnis ging ich auf Ratschlag von Herrn Amrein auf DALL-E, um mehr Ideen zu sammeln. Das ist ein Programm, das Bilder auf Kommando erstellt. Ich wollte das Bild zeichnen, weil ich mir das Zeichnen von sehr Rauch spannend vorgestellt habe. Mit den Stichworten «rauchen», «Kind», «Blume» und «Zeichnung» bin ich auf folgendes Resultat gestossen:
Mit dieser neuen Erkenntnis ging ich auf Ratschlag von Herrn Amrein auf DALL-E, um mehr Ideen zu sammeln. Das ist ein Programm, das Bilder auf Kommando erstellt. Ich wollte das Bild zeichnen, weil ich mir das Zeichnen von sehr Rauch spannend vorgestellt habe. Mit den Stichworten «rauchen», «Kind», «Blume» und «Zeichnung» bin ich auf folgendes Resultat gestossen:

Abbildung 3
Meine Idee war, mit Kohle oder mit weichem Bleistift und einem Verwischer zu versuchen, den Rauch zu zeichnen. Es stellte sich aber viel schwieriger heraus, als erwartet. Ich startete einige Versuche, ein Kind zu zeichnen, scheiterte aber auch da kläglich. Es kam nie so heraus, wie ich es mir vorgestellt hatte und es war sehr schwierig, die richtigen Proportionen zu zeichnen. Ich hatte mich total überschätzt. Ich hatte auch nicht mehr alle Zeit der Welt, endlos viele Zeichnungen auszuprobieren oder zu üben.
Deshalb habe ich eine neue Idee erschaffen aus dem Material und den Erfahrungen, die ich bereits gesammelt hatte. Meine finale Entscheidung war, dass ich das Bild fotografisch und schwarzweiss darstellen würde. Mein Model sollte mein jüngster Bruder Aaron sein, der sich die Augen zuhält, lacht und dabei vor Blumen steht. Und neben oder vor ihm sollten im Bild Rauchschwaden zu sehen sein. Auf diese Idee kam ich, als ich zuhause ein Zündholz löschte, und wunderschöner Rauch davon aufstieg. Da dachte ich mir, das könnte man sicher auch auf einem Foto festhalten. Es müsste einfach mehr Rauch sein. Um auszuprobieren, wie es auf einer Kamera aussehen würde, habe ich ein Holzscheit genommen, angezündet und vor einer Hecke ein Foto davon gemacht.

Abbildung 4
Es hat also funktioniert. Man sieht den Rauch ziemlich gut auf dem Foto. Und als ich auch das Einverständnis meines Bruders eingeholt hatte, machte ich mich mit ihm, einem Holzscheit und einem Feuerzeug im Schlepptau auf die Suche nach einem geeigneten Spot. Wir wurden schlussendlich bei unseren Nachbarn einige hundert Meter die Strasse entlang fündig, die vor ihrem Haus einen wunderschönen Strauch hatten mit grossen Blumen. Mir war wichtig, dass die Blumen gross waren, weil man sie auf dem Foto gut sichtbar sein sollten. Die Fotos wurden zum Teil ein wenig schief, weil ich gleichzeitig die Kamera halten, Aaron kitzeln und das Holzscheit vor der Kamera umherschwenken sollte. Aber mein Bruder hat super mitgemacht und hat es total ernst genommen, was mir eine sehr grosse Hilfe war. Meine beiden liebsten Fotos habe ich dann auf meinen Computer hochgeladen.

Abbildung 5

Abbildung 6
Aaron stellt ein glückliches Kind dar, dessen Mutter nikotinabhängig ist und er muss jetzt mit den Folgen davon leben. Er ist zwar glücklich wie ein ganz normales Kind, aber er ist nicht so glücklich, wie es seine Mitmenschen in seinem Alter sind. Die Blüten stellen all diese Dinge dar, die dem Kind vorenthalten sind, zum Beispiel volle Gesundheit. Deshalb sind sie hinter ihm. Und er hält sich die Augen zu, weil er nicht sieht und nicht wissen kann, wie schön sein Leben eigentlich sein könnte ohne diese Hindernisse.
Meine Wahl fiel schlussendlich auf das zweite Foto (Abbildung 6), da Aaron hier mehr strahlt und wirklich fröhlich aussieht. Beim ersten könnte man auch meinen, dass es ihn vom Rauch in den Augen schmerzt, auch von der Position des Rauches her. Als ich mich entschieden hatte, ging es noch ums Zuschneiden und ums Bearbeiten, welches ich schlussendlich trotzdem auf Photoshop machen musste. Mein finales Produkt sollte ein ausgedrucktes, wenn möglich eingerahmtes Bild sein. Ich spielte ein wenig mit Farbtönen herum, musste sie aber wieder an die Farbe des Papiers anpassen, weil es ausgedruckt anders aussieht als auf dem Laptop. Um ein Foto von hoher Qualität auszudrucken, durfte ich den Fotodrucker der Kantonsschule benutzen. Hier hatte ich viel Hilfe von Herrn Amrein, dafür bin ich sehr dankbar. Er hat mir geholfen, meinen Laptop an den grossen Computer anzuschliessen, der mit dem Drucker verbunden ist. Auf diesem grossen Computer konnte man die Farben genau so sehen, wie sie schlussendlich ausgedruckt herauskamen. Nachdem alles vorbereitet war, druckte ich ein paar kleine Exemplare aus, um Farbe zu sparen. Dabei entstand aber ein Problem:

Abbildung 7
Aus irgendeinem Grund hat es immer im Hintergrund diese rote Farbe gedruckt, obwohl wir das nicht so eingestellt hatten. Herr Amrein hat dann auf die nächste Doppellektion versucht, das Bild von seinem Laptop aus zu drucken, und dann ging es. Wir wissen noch immer nicht genau, woran es gelegen hat. Ich habe mich dann für glänzendes weisses A3 Papier entschieden. Unglücklicherweise gab es an der Kantonsschule gerade keine mehr davon, aber der liebe Herr Amrein hat es auf die letzte Doppellektion der Abgabe besorgt. Am Freitag davor habe ich im Laden FotoGrau einen weissen Fotorahmen gekauft. Zum Schluss musste ich das A3 noch ein wenig zuschneiden, damit es in den Rahmen passt.
Fazit
Man sollte immer genug Zeit einplanen für eine Arbeit, bei der man nicht von Anfang weiss, was das Endprodukt sein würde. Je nachdem gibt es plötzlich Material zu besorgen oder sonstige Probleme tauchen auf, die mehr Zeit als eingeplant brauchen.
Ich war sehr froh, dass wir völlig frei waren in der Auswahl unserer Arbeit, denn ich habe im Verlauf dieser Arbeit so oft meine Meinung geändert und Neues ausprobiert.
Mit dem Endprodukt (siehe Titelblatt) bin ich sehr zufrieden, denn ich habe das Gefühl, ich konnte die Message über das Rauchen gut verpacken und spannend darstellen. Ich habe meine eigene tiefgründige Interpretation über das Foto, es kann aber auch ganz anders interpretiert werden. Ich finde es auch rückblickend sehr spannend zu sehen, wie ich aus so vielen verschiedenen Bereichen inspiriert wurde, angefangen bei einem Video aus den Sozialen Medien. Und das Zündholz habe ich nicht ausgelöscht mit dem Hintergedanken, dass ich vielleicht etwas davon für meine Semesterarbeit mitnehmen könnte. Man muss immer bereit und offen für neue Erkenntnisse und Eindrücke sein, so kommen die spannendsten Werke zustande.
Man sollte immer genug Zeit einplanen für eine Arbeit, bei der man nicht von Anfang weiss, was das Endprodukt sein würde. Je nachdem gibt es plötzlich Material zu besorgen oder sonstige Probleme tauchen auf, die mehr Zeit als eingeplant brauchen.
Ich war sehr froh, dass wir völlig frei waren in der Auswahl unserer Arbeit, denn ich habe im Verlauf dieser Arbeit so oft meine Meinung geändert und Neues ausprobiert.
Mit dem Endprodukt (siehe Titelblatt) bin ich sehr zufrieden, denn ich habe das Gefühl, ich konnte die Message über das Rauchen gut verpacken und spannend darstellen. Ich habe meine eigene tiefgründige Interpretation über das Foto, es kann aber auch ganz anders interpretiert werden. Ich finde es auch rückblickend sehr spannend zu sehen, wie ich aus so vielen verschiedenen Bereichen inspiriert wurde, angefangen bei einem Video aus den Sozialen Medien. Und das Zündholz habe ich nicht ausgelöscht mit dem Hintergedanken, dass ich vielleicht etwas davon für meine Semesterarbeit mitnehmen könnte. Man muss immer bereit und offen für neue Erkenntnisse und Eindrücke sein, so kommen die spannendsten Werke zustande.

